WordPress Nachteile: Die Schattenseiten des beliebten Systems

Wer sich eingehend mit WordPress auseinandersetzt, muss auch mal ehrlich sein und einen Blick auf die möglichen Schattenseiten dieser Plattform werfen.

Sie mögen nicht groß genug sein, dass sich begeisterte Webseitenbetreiber dadurch direkt von ihrem Projekt abbringen lassen, aber sie sollten einmal erwähnt werden. Alleine schon deshalb, um reflektiv mit diesen negativen Punkten umgehen zu können.

1. Die Layouts können schwer zu handlen sein

Der erste Nachteil sind die Layouts. Sie können angepasst werden, aber es kann schwierig sein, durch sie (und damit meine ich genau genommen den Customizer) zu navigieren. Einige der Designs sind nicht so leicht zugänglich, wie man es wünscht oder benötigt.

2. Es gibt viele Updates

Die Updates werden konstant sein. Ich sage nicht, dass sie jeden Tag passieren werden, aber sie werden oft passieren. Deine wichtigsten WordPress-Dateien, Plugins oder Designs müssen mindestens einige Male im Monat aktualisiert und damit auch gesichert werden.

3. WordPress hat eine steile Lernkurve

WordPress ist leicht zugänglich, aber einige Vorkenntnisse helfen einem trotzdem dabei, das CMS besser zu verstehen. Am besten beherrscht man die Webentwicklung einigermaßen und ein Stückchen (Online) Marketing. Ohne dieses Wissen ist das Betreiben eines Blogs wesentlich schwieriger, wobei das ein Umstand ist, der sich nicht rein auf WordPress spezifiziert. Denn für jede Website braucht es ein geschicktes Händchen und ein bisschen Wissen, was die Zielgruppe denn lesen möchte, um auch wirklich treue Leser zu bekommen.

Was das Technische anbelangt, da hat WordPress trotz allem eine vergleichsweise steile Lernkurve. Aber das sollte man auch von der guten Seite sehen; denn diese Komplexheit sorgt dafür, dass du so einiges mit WP verwirklichen kannst, was mit anderen CMS nicht möglich ist.

4. Auf WP basierende Seiten sind anfällig für Hackangriffe

WordPress ist nicht nur unter Nutzern, sondern auch unter Hackern weltweit beliebt. Das liegt natürlich daran, dass es so rege und freudig benutzt wird.

Schadhafte Malware kann durch die unterschiedlichsten Sicherheitslücken ganz schnell auf deiner Seite installiert werden. Aber das Gute an der Sache; Du kannst jederzeit deine Seite daraufhin überprüfen und wenn du zeitnah alle notwendigen Updates durchführst und du sicherstellst, dass keine veralteten Plugins im Einsatz sind, bist du eigentlich auf der sicheren Seite.

Was du ansonsten noch tun kannst, um deine Seite zu sichern, erfährst du im passenden Ratgeber über Sicherheits-Plugins für WordPress.

5. Du musst regelmäßig deine Plugins prüfen

Was bei vielen Anbietern vom Dienstleister übernommen wird, musst du im Fall von WordPress selbst erledigen; Plugins können Wechselwirkungen verursachen. Theoretisch könnte ein Cache-Plugin das andere behindern, selbst wenn sie sich auf gänzlich andere Bereiche fokussieren (bspw. setzt du eines ein, um deine JavaScript-Dateien zu komprimieren und das andere wäre rein zur Optimierung von CSS gedacht). Diese können sich entweder so auswirken, dass die Plugins völlig umsonst installiert sind und sie wichtigen Datenspeicher blockieren (Stichwort Memory Limit), oder aber sie verlangsamen deine Seite immens. Was es letzten Endes auch ist; vertrau mir, das willst du verhindern.

Im Grunde solltest du natürlich schon bei der Auswahl deiner Themes und Plugins darauf achten, dass sie auch wirklich ins Gesamtkonzept passen. Mein Artikel zu den besten WordPress-Themes hilft dir dabei sicherlich weiter. Allerdings finden ja regelmäßig Sicherheitsupdates statt und die können das Verhalten eines Skripts auch etwas ändern. Daher musst du regelmäßig Speedtests mit deiner Seite durchführen und überprüfen, ob auch wirklich alles glatt läuft.

Am Ende überwiegen trotz allem die Vorteile

Trotz der erwähnten steilen Lernkurve ist WordPress nunmal ein Content-Management-System, das sich für so gut wie jedes Projekt eignet. Außerdem ist die große Community nicht zu unterschätzen, die wirklich gut zusammenarbeiten kann. Sollte es also zu Problemen kommen, findet sich sicherlich der ein oder andere Trick 17, um Abhilfe zu schaffen.

Und was die Sache angeht, dass du in manchen Fällen einen professionellen Entwickler brauchst; das kann dir selbst bei vollkommen fremdgehosteten Projekten passieren. Nur kannst du dort dann nicht tun und lassen, was du willst. Apropos; das geht bei WordPress auch nicht in jedem Fall! Kennst du schon den Unterschied zwischen wordpress.com und wordpress.net? Nein? Dann lies dir doch direkt meinen Ratgeber zu diesem Thema durch.

Seit über acht Jahren bin ich in der wunderbaren Welt von WordPress unterwegs. Heute erstelle ich nicht nur erfolgreich eigene WordPress-Websites, sondern sorge auch in einer bekannten Online-Marketing-Agentur für glückliche Kunden – auch hier oft dank WordPress.