Einstieg in WordPress – So klappt es reibungslos

WordPress hat eine vergleichsweise steile Lernkurve, aber das weißt du in der Regel ja bereits, wenn du dich mit diesem CMS etwas näher auseinandergesetzt hast. Dieser Artikel soll dir nun ein grundlegender Ratgeber sein, wie du den anfänglichen Stolperfallen von WordPress aus dem Weg gehen kannst. Wenn du Anleitungen zu einem bestimmten Thema brauchst, dann kannst du dir in anderen Artikeln von mir durchlesen, wie man WordPress installiert, Plugins installiert oder Themes installiert. Außerdem habe ich auch schon für dich zusammengefasst, mit welchen Kosten dabei zu rechnen sein wird.

Welche Stolperfallen gibt es in WordPress überhaupt?

Anfängerfehler gibt es natürlich immer. Manche sind nicht ganz so tragisch, weil sie sich zum Beispiel auf die Ladezeit der Website auswirken und das nichts ist, das es nicht zu beheben gilt. Andere allerdings können ganz schön prekär sein, da sie rechtliche Folgen mit sich bringen.

Der Datenschutz ist daher immer ein besonders wichtiges Thema für dich. Spätestens seit Mai 2018 sind mit der DSGVO auf Webseitenbetreiber hohe Verantwortungspflichten zugekommen. Neben den grundlegenden administrativen Aufgaben, die du durch zum Beispiel durch den Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) oder das Verarbeitungsverzeichnis hast, musst du auch sehr umsichtig bei der Installation von Plugins und der Einbindung von Social Media iFrames oder anderen Snippets umgehen. Sobald von deinen Besuchern Daten bezogen werden, ehe sie dem zu- oder nicht zustimmen konnten, wird es problematisch. Du musst daher entweder bei der Auswahl deiner Plugins besonders vorsichtig sein, oder ein entsprechendes Opt-In-Plugin einsetzen (Borlabs Cookie zum Beispiel). Vergiss außerdem nicht, die nötigen Hinweise in deiner Datenschutzerklärung zu platzieren!

Vergiss nicht, den Seiten-Untertitel abzuändern

Dieser kleine Fauxpas lässt Anfänger schnell auffliegen und das wollen die meisten natürlich nicht. Zu groß ist die Angst, dass man dann plötzlich nicht mehr ernst genommen würde – obwohl das gar nichts mit der Qualität deines Contents zu tun hat! Wie dem auch sei, der Untertitel ist schnell abgeändert.

In deinem Backend klickst du dich in die Einstellungen und dort auf den Reiter „Allgemein“. Hier findest du auch schon auf den ersten Blick die nötigen Eingabefelder, um Titel und Untertitel deines Blogs nach deinen Wünschen anzupassen.

Suchmaschinenoptimierung muss einfach sein

Einen Blog betreibt man ja aus einem bestimmten Grund; man will, dass jemand die Inhalte liest. Es gibt so viele Anforderungen und Gesetze, die mittlerweile an Webseitenbetreiber gestellt werden; wenn du der Meinung bist, dass du die Seite nur für dich betreibst und dir Besucher egal sind, dann musst du dringend an deinem Mindset ändern. Content, den man nur für sich selbst schreibt, ohne davon profitieren zu wollen (in welcher Hinsicht auch immer; seien es nun Traffic, Werbeeinnahmen oder andere tolle Kooperationen), ist etwas fürs private Tagebuch, das tagsüber dann in der Schreibtischschublade verschwindet.

Was immer das Ziel deines Blogs ist, es läuft immer auf eine Sache hinaus: Du brauchst Traffic! Es gibt hierfür zum Beispiel die Möglichkeit, dich mit anderen Bloggern zu vernetzen, deine Social-Media-Accounts zu nutzen und dich in Webverzeichnisse mit der Seite einzutragen. Die sichere Schiene fährst du, wenn du einfach hochwertigen Content für deine Leser zur Verfügung stellst. Dann erledigt sich die Sache mit deinen Rankings bei Google & Co. ganz von alleine. SEO ist zwar ein vielschichtiges Thema, das es nicht innerhalb weniger Tage zu meistern gilt, aber es läuft immer wieder darauf hinaus. Google will, dass diejenigen, die die Seite zum Finden von Inhalten nutzen, glücklich sind. Und das geht nur, wenn sie auch immer finden, was sie brauchen. Daher halte dir immer folgende goldenen Regeln vor Augen:

  1. Versprich in deinen Headlines nie etwas, das du nicht einhältst. (Keine falschen Informationen, keine Ratschläge, die nicht funktionieren; so etwas nennt man sonst Clickbait und das mag niemand!)
  2. Veröffentliche keinen Content, den du selbst nicht gerne lesen würdest.
  3. Achte auf deine Rechtschreibung! Word, Rechtschreib-Plugins und so viel mehr Tools helfen dir dabei, dass dein Text schön leserlich bleibt und keine Besucher vertreibt.

Ach, übrigens: Du musst natürlich in deinen Einstellungen (auch im Reiter „Allgemein“ zu finden) aktiviert haben, dass dein Blog durch Suchmaschinen auffindbar sein soll.

Sichere deinen Adminbereich ab

Nicht nur der Installationsordner gehört gelöscht, sobald dein Blog steht, auch der Ordner wp-admin sollte gut gesichert werden. Hierfür stehen dir verschiedene Optionen zur Verfügung, die ich dir in diesem Artikel näher erkläre.

Sei nie nachlässig mit Backups

Entweder erledigt dein Hoster das für dich (das Einspielen kostet im Ernstfall aber meist Geld), oder du musst die Backups selbst vornehmen. Während das erste Szenario nur minimal ärgerlich ist und dich außer Geld nicht viel kostet, kann das zweite deine Existenz richtiggehend zerstören. Stell dir nur mal vor, irgendwas passiert, dein Blog ist zerschossen und du hast keine Sicherungsdateien! Da kannst du nur mehr viel Geld in jemanden investieren, der dir das repariert oder ganz von vorne anfangen. Beides sind keine allzu prickelnden Lösungen und auch, wenn die immerwährende Leier vom Backup den ein oder anderen langweilen mag, es ist einfach wichtig.

Schreib dir ein Klebezettelchen für deinen Schreibtisch, lege einen festen Tag in der Woche (spätestens 1x im Monat!) fest, an dem du dein(e) Backup(s) durchführst.

Die Updates regelmäßig durchführen

Wusstest du, dass fehlende Updates die Sicherheit deiner Seite gefährden können? Welche Optionen dir hierfür zur Verfügung stehen, um für regelmäßige Updates deines Blogs zu sorgen, findest du in diesem Artikel.

Zu guter Letzt: Bleib nie auf deinem Level stehen!

Die Welt ist stets in Bewegung, daher darfst auch du nicht aufhören, dich weiterzuentwickeln. Vernetze dich mit Bloggern wie Lesern, informiere dich regelmäßig über Neuigkeiten innerhalb der WP-Community und besuch vielleicht sogar mal das ein oder andere Meetup. Es gibt immer etwas zu entdecken!

Seit über acht Jahren bin ich in der wunderbaren Welt von WordPress unterwegs. Heute erstelle ich nicht nur erfolgreich eigene WordPress-Websites, sondern sorge auch in einer bekannten Online-Marketing-Agentur für glückliche Kunden – auch hier oft dank WordPress.