Ähnliche Beiträge mit WordPress anzeigen lassen

Ähnliche Beiträge (trotz deutscher Spracheinstellung oft auch als „Related Posts“ betitelt) kennt man heutzutage ja einfach. Sie können sehr nützlich sein, schließlich zeigen sie viele Beiträge an, die ein ähnliches Thema behandeln. In diesem Artikel möchte ich mich einmal für dich mit den Vorteilen auseinandersetzen, die eine solche Funktion bringt. Außerdem zeige ich dir, wie du es ganz einfach umsetzen kannst!

Ähnliche Beiträge steigern die Verweildauer

Es ist eine ganz einfache Gleichung. Um die Sache mit der Verweildauer aber besser erklären zu können, muss ich kurz zu Google und SEO ausholen.

Ein Besucher kommt auf deine Seite und liest sich durch, was du ihm an Content anbietest. Er ist aber mit einer gewissen Suchintention gekommen, die dein Beitrag im Optimalfall erfüllt. Entweder verlässt er im Anschluss deine Seite oder er liest sich noch weiter durch ähnliche Beiträge, weil er viel Mehrwert erfahren hat und er auch darin noch einen Sinn findet.

Folgen bei SEO

Nun ist das Verlassen der Seite per se noch nicht negativ. Problematisch wird’s erst, wenn das in einer so kurzen Zeit seit dem Betreten der Website passiert, dass Google davon ausgeht, dass derjenige bei dir nicht findet, wonach er sucht. Deine Seite erfüllt folglich nicht die Suchintention und das ist nicht zufriedenstellend. Weder für den Leser noch für Google. Weil aber Google weiterhin die Nummer eins bleiben möchte, werden Seiten vorgereiht, die ihre Leser begeistern.

Ein Faktor, der das also steigert, ist die Verweildauer. Wenn der Besucher nicht nur auf deine Seite kommt und diese dann nach ein paar Minuten wieder verlässt, ist das immer ein positives Signal. Deine Seite wird gemocht, sie bringt Mehrwert und versorgt den Leser mit wertvollen Informationen.

Nach genau dem gleichen Prinzip funktioniert das übrigens auch, wenn Leute von Social Media auf deine Seite kommen und sich dann durch die ähnlichen Beiträge klicken.

Größere Seiten bleiben dadurch übersichtlicher

Stell dir mal vor, deine Seite hat rund 2.000 Beiträge. Egal, wie viele Kategorien es dabei gibt, der Leser hat es nunmal nicht ganz übersichtlich. Natürlich, er kann die Suchfunktion nutzen, wenn ihn ein bestimmtes Thema interessiert. Aber geht es zum Beispiel um Trickdogging, interessiert ihn womöglich auch das Dog Dancing – ohne, dass er sich vorher darüber bewusst ist! Ähnliche Beiträge setzen genau hier an und zeigen andere Artikel nach von dir vordefinierten Vorgaben auf. Da kann die Gemeinsamkeit durch den Content entstehen, durch gewisse Schlagwörter, aber auch durch die Kategorie, die sie beide gemeinsam haben. Je nach Plugin kannst du außerdem manuell bestimmen, welche Beiträge hier noch angezeigt werden sollen und damit dann deine Leser umsorgen.

Ähnliche Beiträge per Plugin ausgeben

Sehen wir uns zunächst die einfachste Möglichkeit dazu an, um ähnliche Beiträge unter einem Artikel auszugeben. Nämlich per Plugin. Dir stehen wie so oft die unterschiedlichsten Addons zur Verfügung, um das zu bewerkstelligen. Nachfolgend stelle ich dir einmal die drei vermutlich meistgenutzten Dienste dafür vor.

Jetpack

Jetpack gehört für viele Betreiber einer WordPress-Seite schon zum ganz normalen Umfang dazu. Es kommt mit vielen umfangreichen Zusätzen daher. Neben einem Websitebeschleuniger, der Teilen-Funktion für Social Media und dem verzögerten Laden von Bildern und anderen Medien gehört natürlich auch das Anzeigen ähnlicher Beiträge dazu.

Der einzige Nachteil ist dabei, dass Jetpack oft sehr lange braucht, bis es die Beiträge geladen hat. Das stellt kein Problem dar, wenn du feststellst, dass deine Leser ohnehin überwiegend den ganzen Beitrag durchgehen, anstatt gleich bis nach unten zu scrollen. Darüber hinaus ermittelt Jetpack ähnliche Inhalte anhand von Tags und Kategorien. Inhaltliche Gleichheit kommt da nur bedingt zusammen. Meist geschieht dies dann durch ähnliche Beitragsbilder oder aber die Titel. Ein Umstand, der für Onlinemagazine oft ausreicht. Persönliche Blogs bevorzugen es im Zweifel, weniger passende, als gar keine Beiträge angezeigt zu bekommen. Denn das passiert bei Jetpack, wenn nicht genug ähnliche Artikel gefunden werden. Es gibt dann am Ende gar keine.

Contextly

Contextly ist ein reiner Premium-Service, zu dem es im Gegensatz zu Jetpack keine kostenlose Version gibt. Dafür kannst du es zumindest 21 Tage lang gratis testen.

Ab 9 US-Dollar pro Monat kannst du deine Seite regelmäßig crawlen lassen. Dafür werden dann auch wirklich inhaltlich passende Beiträge dargestellt, was deinen Lesern natürlich einen entsprechenden Mehrwert bringt. Bezahlt wird nach Umfang. Bei einer größeren Seite geht es also auch rasant aufwärts mit dem Preis. 500.000 Beiträge zum Beispiel kosten schon 99 US-Dollar.

Contextual Related Posts

Dieses Gratisplugin ist dazu in der Lage, vollkommen nach dem Kontext passende Beiträge auf deiner Seite ausfindig zu machen und die dann auch darunter darzustellen. Es bedarf aber einiges an Anpassung, ganz so einfach, wie das Plugin oft verspricht, ist es nicht. Du musst allerdings nicht programmieren können, um es optisch zu verändern.

Das einzige Contra ist hier die oftmals lange Zeit, die verstreicht, bis es weitere Updates gibt. In der Regel sind zwischen vier und fünf Monaten zu warten. Warum so etwas wichtig ist, erfährst du in diesem Beitrag.

Auch Premium-Themes bringen diese Funktion immer öfter mit

Premium-Themes, wie zum Beispiel jene von Thrive, bieten ohnehin oft schon die Möglichkeit, ähnliche Beiträge anzeigen zu lassen. Das alleine zeigt schon, wie relevant diese Funktion heutzutage einfach geworden ist.

Erkundige dich einfach vor dem Kauf, ob dieses Feature enthalten ist!

Ähnliche Beiträge manuell per Code anzeigen lassen

Last, but not least, besteht natürlich auch die Möglichkeit, mit einem Codeschnipsel im Theme die ähnlichen Beiträge ausgeben zu lassen.

Du öffnest dazu im Backend deiner Seite die single.php Datei und fügst über den Kommentaren folgendes ein:

// Ähnliche Beiträge anzeigen
$orig_post = $post;
global $post;
$tags = wp_get_post_tags($post->ID);
if ($tags) {
$tag_ids = array();
foreach($tags as $individual_tag) $tag_ids[] = $individual_tag->term_id;
$args=array(
‚tag__in‘ => $tag_ids,
‚post__not_in‘ => array($post->ID),
‚posts_per_page’=>3, // Anzahl der angezeigten Beiträge
‚caller_get_posts’=>1,
‚orderby’=>’rand‘
);
$my_query = new wp_query( $args );
if( $my_query->have_posts() ) {

echo ‚<div id=“related-posts“><h3><b>Ähnliche Beiträge</b></h3><ul>‘;

while( $my_query->have_posts() ) {
$my_query->the_post(); ?>

<li><div class=“related-images“><a href=“<? the_permalink()?>“ rel=“bookmark“ title=“<?php the_title(); ?>“><?php the_post_thumbnail(); ?></a></div>
<div class=“related-content“>
<h3><a href=“<? the_permalink()?>“ rel=“bookmark“ title=“<?php the_title(); ?>“><?php the_title(); ?></a></h3>
</div>
</li>
<? }
echo ‚</ul></div>‘;
}
}
$post = $orig_post;
wp_reset_query();

Du kannst diesen Code natürlich ganz nach deinen Wünschen anpassen. So gibt etwa „orderby“ an, wie die Beiträge geordnet werden sollen. „Rand“ steht für „random“, also nach Zufallsprinzip. Es gibt aber noch die alphabetische oder chronologische Anordnung. Hier musst du einfach selbst entscheiden, was dir lieber wäre.

Bette diesen Code am besten im Child-Theme ein

Ich habe ja schonmal darüber aufgeklärt, warum es so wichtig ist, Child-Themes zu verwenden. Daher solltest du natürlich auch diesen Code in der single.php des Childs deines Themes hinterlegen. So bleibt dann auch beim nächsten Update alles, wie es sein soll.

Seit über acht Jahren bin ich in der wunderbaren Welt von WordPress unterwegs. Heute erstelle ich nicht nur erfolgreich eigene WordPress-Websites, sondern sorge auch in einer bekannten Online-Marketing-Agentur für glückliche Kunden – auch hier oft dank WordPress.